Dienstag, 15. August 2017

Willkommen, kleine Lotta!

Könnt Ihr Euch noch an das winzig kleine Babyset erinnern, was ich vor geraumer Zeit genäht habe? Nun ist klein Lotta da und sorgt für große Freude in der Familie. Das Babyset wurde auch direkt beim ersten „Fotoshooting“ im Krankenhaus getragen. Zusammen mit den stolzen Eltern und der großen Schwester sind wundervolle Fotos entstanden und ich bin ja schon etwas stolz, dass sie dafür gleich in die „Käthe-Garderobe“ gehüllt wurde. Am Ende des Posts zeige ich euch einen kleinen Einblick davon.

Was habe ich mich auf und über die ersten Bilder gefreut (und noch mehr auf das Kennenlernen!!!). Es ist ja immer wieder sehr faszinierend, wenn man so ein kleines Würmchen sieht und auf dem Arm halten kann. Dann wird mir immer bewusst, wie lang es bei meiner Maus schon her ist und wie groß sie doch schon ist.



Zur Geburt der kleinen Maus (oder sollte ich besser sagen dem kleinen „Häschen“?) gab es natürlich noch ein paar Geschenke, die ich Euch heute endlich zeigen mag. Der Post sollte schon längst veröffentlicht sein, aber weder die Technik noch die Zeit ließen es vorher zu...

Es ist inzwischen schon Tradition, dass ich als Willkommensset Windeltasche und U-Heft-Hülle verschenke - diese Geschenke sind einfach praktisch und bisher war jede Mama begeistert. Dieses Mal gab es dazu außerdem noch eine passende Kinderwagentasche und eine Wimpelkette für’s Bettchen. Und alles natürlich gut aufeinander abgestimmt – das mag ich ja sehr.






Meine Cousine mag die Kombination von Grau und zartem Rosa gerade besonders gern, weswegen es nahe lag, dass ich mich farblich daran orientiere. Die Stoffe sind allesamt von Stoff und Stil und lagen schon länger hier. Als ich damals das Babyset genäht und die Plotterserie Emmilove "Knuddel-Buddel-Hase"von Paul & Clara gekauft habe, hatte ich gedanklich schon die heute gezeigten Werke im Kopf. Das süße Häschen passte einfach zu gut, denn meine Cousine hatte in die Babyaustattung ganz auf das Hasen-Motto abgstimmt.




Die Windeltasche und das U-Heft sind nach meinen Tutorials entstanden, die Tasche nach eigenem "Schnitt", wenn man das überhaupt so sagen kann. Eigentlich sind es nur zwei Rechtecke mit Abnähern unten, wodurch der Boden entsteht.




Meine Cousine hat sich eine Tasche gewünscht, die sie an den Kinderwagen hängen kann und somit alles gut verstaut ist, was eben mit muss. Tutorials für Aufhängungen von solchen Taschen gibt es ja zahlreiche im Netz. Da ich jedoch eine Tasche wollte, die sie auch umhängen kann, habe ich hier einfach einen normalen Gurt eingenäht, den ich links und rechts jeweils mit zwei mit Kam Snaps versehen habe. So entstehen zwei Schlaufen und man kann die Tasche damit einfach an die Schiebevorrichtung hängen.






Nach der Umsetzung war ich etwas skeptisch, ob sich das Prinzip auch im Alltag als praktisch erweist. Bisher gab es aber keine negative Rückmeldung, die Tasche wird fleißig genutzt und das System scheint sich zu bewähren.

Fotos von babysmile24

Und wie versprochen zeige ich Euch zum Schluss noch das Beste: Ein paar Bilder von der kleinen Lotta. Ist sie nicht zuckersüß? Ich könnt sie nur knutschen und sie sieht meiner Cousine sooo ähnlich <3. Hach, ich schmelze schon wieder dahin. Aber ist ja auch irgendwie verständlich, oder?

Liebe Grüße,
Katja


Infos zum Babyset: hier
Stoffe:Wolkenstoff, altrosa Baumwollsatin, Halbpanama Grau Stern von Stoff & Stil
Schnitt: Windeltasche und U-Heft nach meinen Tutorials, Tasche nach eigenem Schnitt, Wimpelkette von Anybell
Plott: Plottpaket Emmilove "Knuddel-Buddel-Hase" von Paul & Clara
Verlinkt bei: Creadienstag, Made4Girls, Dienstagsdinge, Kiddikram, Hot

Dienstag, 1. August 2017

Mit Oma im Urlaub

In der letzten Woche hatte ich sturmfrei. Das Tochterkind war das erste Mal mit der Oma im Urlaub - ganze zehn Tage. Es war aber nicht nur der erste gemeinsame Urlaub, sondern auch das erste Mal, dass wir so lang voneinander getrennt waren. Schön und komisch zugleich. Auf der einen Seite habe ich mich auf die freie Zeit gefreut, auf der anderen hab ich sie doch schon ganz schön doll vermisst.

Shirt Valencia von Rosarosa, Shorts Tuula von Meine Herzenswelt, Sommerhut Happy von Rosarosa

Shirt Valencia von Rosarosa, Shorts Tuula von Meine Herzenswelt, Sommerhut Happy von Rosarosa
Das war auch der Grund dafür, warum es hier so ruhig war. Ich habe es in vollen Zügen genossen, dass ich mal keine „Verpflichtungen“ hatte und habe deshalb auch den Blog etwas stiefmütterlich behandelt. Eigentlich hatte ich in der letzten Woche sogar einen Beitrag geplant. Als mich aber die Technik im Stich ließ und der mühevoll geschriebene Text ganz plötzlich nicht mehr da war, war meine Motivation etwas im Keller ;-). Von daher gibt es dann diese Woche eben zwei Posts…

Natürlich habe ich mir für die freie Zeit wieder viel zu viel vorgenommen. Vorgestellt hatte ich mir, dass ich jeden Abend draußen in der Sonne verbringe - im Biergarten oder gemütlich im Park. Das Wetter (pfff – dieser Sommer in Berlin ist echt ne Katastrophe…) hat mir da einen gehörigen Strich durch die Rechnung gemacht. Aber dennoch habe ich viel unternommen und jede freie Minute genutzt. Aber auch wenn das Kind nicht da ist, hat der Tag eben nur 24 Stunden und so hab ich nicht mal ansatzweise das geschafft, was ich machen wollte. War ja fast vorhersehbar!

Shirt Valencia von Rosarosa, Shorts Tuula von Meine Herzenswelt, Sommerhut Happy von Rosarosa



Shirt Valencia von Rosarosa, Shorts Tuula von Meine Herzenswelt, Sommerhut Happy von Rosarosa


Dennoch waren die Tage wirklich toll. Die ersten Tage haben der Mann und ich in trauter Zweisamkeit verbracht, bevor es für ihn nach Hamburg ging und ich habe die Zeit mit ihm sehr genossen. Das war toll, denn das haben wir in Berlin wirklich viel zu selten. Wir waren abends endlich mal wieder gemeinsam unterwegs und hatten Zeit zum Reden. Das kommt im Alltag bei uns leider oft zu kurz und ich habe gemerkt, wie sehr mir das doch fehlt. Auf Arbeit habe ich mich gefreut, dass ich nach hinten raus keinen Druck hatte loszumüssen. Zuhause habe ich es mal wieder ohne an die Zeit zu denken an die Nähmaschine geschafft und abends in aller Ruhe was für mich genäht. Am Wochenende war eine liebe Freundin da und wir haben bei langen Frühstücken, Shoppen und Quatschen einfach mal die Seele baumeln lassen. Es war ein bißchen wie Urlaub.

Trotzdem war die Sehnsucht schon sehr groß und ich habe mich sehr auf die Rückkehr der Tochter gefreut. Im Gegensatz zu mir hatte sie aber glaube ich nur wenig das Verlangen wieder nach Hause zu kommen. 24 Stunden Rundum-Betreuung von Oma sind einfach zu toll. Und ich bin so froh und dankbar, dass alles gut geklappt hat und sie ganz bestimmt nun öfter mit Oma wegfahren will.

Shirt Valencia von Rosarosa, Shorts Tuula von Meine Herzenswelt, Sommerhut Happy von Rosarosa

Shirt Valencia von Rosarosa, Shorts Tuula von Meine Herzenswelt, Sommerhut Happy von Rosarosa
Shirt Valencia von Rosarosa, Shorts Tuula von Meine Herzenswelt, Sommerhut Happy von Rosarosa

Vor ihrem "Urlaub" habe ich ihr noch ein schnelles Sommeroutfit genäht, in der Hoffnung, dass sich die Sonne auch mal an der Nordsee blicken lässt. Irgendwie hat die Maus grad so einen Wachstumsschub gemacht, das viele der Shirts zu kurz wurden. Genäht habe ich ihr eine "Valencia"* nach dem neuen Schnitt von Rosarosa. Das Top ist sehr wandelbar, wie man es von Christina gewohnt ist. Mit drei verschiedenen Rückenvarianten und optionalen Flügelärmelchen kann man sich austoben. Ich habe hier die Variante mit eingefassten Ärmeln und Halsausschnitt genäht und den unteren Saum zusätzlich mit einem breiten roten Jerseyrest versehen, der sich so schön einrollt und aussieht, als wäre das Shirt im Lagenlook.


Shirt Valencia von Rosarosa, Shorts Tuula von Meine Herzenswelt, Sommerhut Happy von Rosarosa

Shirt Valencia von Rosarosa, Shorts Tuula von Meine Herzenswelt, Sommerhut Happy von Rosarosa






Außerdem brauchte die Maus dringend eine neue kurze Hose, nachdem die und die hier leider nicht mehr passen. Da fiel mir auch gleich die Tuula wieder ein, die Viktoria letztens genäht hat. Umgesetzt habe ich sie aus dem Rest vom Rock von hier, kombiniert mit einem Schrägband, dass hier schon seit Jahren lag. Leider habe ich die Beinausschnitte nicht am Beim gemessen, wie in der Anleitung beim Einkräuseln vorgesehen. Es war wie so oft ein spontanes Nähen am Abend, als das Kind schon im Bett lag und so sind sie leider etwas zu eng geworden. Grundsätzlich kein Problem, weil ich die wieder aufmachen könnte - dumm nur, dass ich natürlich kein Schrägband mehr davon habe... Die Hose passt jetzt zwar, aber bequemer wären beim Spielen sicher ein paar Zentimeter mehr. Na mal sehen, was ich da jetzt noch machen kann. Zudem das ehrlich gesagt auch ein echtes Gefummel ist das Schrägband beim eingekräuselten Beinausschnitt anzubringen...

Und weil ich dann so einen Lauf mit der Resteverwertung hatte, gab es gleich noch einen Sommerhut aus Webwarenreste dazu. Happy ist ein Freebook von Rosarosa, ist schnell genäht und fügt sich super in die Garderobe der Maus. Ich finde der Hut komplettiert das Outfit erst richtig.

Heute Nachmittag werden wir bestimmt erst mal zusammen ein großes Eis essen gehen. Zumal der Sommer sich tatsächlich kurzzeitig auch mal wieder in Berlin blicken lässt und wie dieses Outfit sogar tragen können. An der Nordsee hat das Kind es nämlich nicht angehabt, denn auch da gab es leider Regen ohne Ende, was dem Spaß aber keinen Abbruch tat...

Liebe Grüße und vielleicht bis morgen,

Katja


Stoffe: Jersey Uni, Streifen und Punkte aus meinem Stofffundus, Jeans von Stoff & Stil, Schrägband von Alles für Selbermacher, elastische Spitze vom Nähstoffreich
Schnitt: Shirt Valencia von Rosarosa*, Tuula von Meine Herzenswelt, FREEBOOK Happy von Rosarosa
Verlinkt bei: kostenlose Schnittmuster, Made4Girls, Dienstagsdinge, Kiddikram, Hot

* Der Schnitt Valencia wurde mir zur Verfügung gestellt. Die Meinung ist jedoch meine eigene.

Dienstag, 11. Juli 2017

Kinderlachen

Wenn ich die Fotos für den Blog zuschneide, bin ich manchmal etwas traurig, weil ich sie Euch am iebsten im Ganzen zeigen würde. Es gibt so Aufnahmen von der Maus, die nur so vor purer Lebensfreude strotzen und ihr süßes Lächeln zusammen mit den verschmitzten Augen mein Mamaherz höher schlagen lassen. Zusammen mit ihren - mich immer wieder faszinierenden - Goldlöckchen finde ich sie einfach nur zum Knutschen. Stolze Mama eben! Und meine Begeisterung würde ich dann eben auch zu gern mit Euch teilen.

Bereits zum Anfang meiner Blogzeit habe ich mich aber bewusst dazu entschlossen, das Gesicht der Maus nicht zu zeigen. Daran halte ich auch nach wie vor fest. Weil ich unsicher bin, was mit meinen Bildern in der weiten Welt des Internets geschieht. Weil ich will, dass sie später einmal selbst entscheiden soll, was sie von sich preisgibt und was nicht.

Kinderkleidchen und Leggings von Tante Ema

Kinderkleidchen und Leggings von Tante Ema



Dass das Thema polarisiert, ist mir dabei durchaus bewusst. Genauso wie die Frage danach, wieviel man beim Bloggen auch über sein Privatleben offenbart. Und obwohl die Fotos natürlich extra für den Blog gemacht werden, können sie doch so viel Privates zeigen. Die aktuelle Stimmung zum Beispiel, Freude oder auch mal weniger gute Momente. Das soll hier heut aber alles andere als ein Aufdrücken meiner Meinung sein. Ich möchte Euch nur meinen Standpunkt aufzeigen, meine Gedanken zu dem viel diskutierten Thema. Ich finde wirklich, dass das jeder für sich selbst entscheiden und seinen eigenen Weg finden muss.

Ich bin auch durchaus gar nicht gegen das Zeigen von Kinderbildern im Netz. Im Gegenteil - ich gebe offen zu, dass ich mir selbst zu gern Bilder der kleinen Schelme auf anderen Blogs anschaue. Sie erzählen so viele Geschichten, bringen mich zum Strahlen und ich erfreue mich an den süßen, hübschen oder auch schelmischen Kinderlachen. Im Laufe der Zeit sieht man eine Entwicklung bei den Kindern und das finde ich wirklich toll. Zumal solch fröhliche Kinderfotos auf mich eine sehr hohe emotionale Wirkung haben und eine ganz andere Stimmung vermitteln. 

 
Kinderkleidchen und Leggings von Tante Ema

Kinderkleidchen und Leggings von Tante Ema

Ich bewundere immer die lieben Bloggerkolleginnen, die es schaffen ihr Kind auch ohne Gesicht im Ganzen zu zeigen und damit so ein Zwischending zwischen so gar nicht und so ganz hinbekommen. Manchmal tut es mir fast in der Seele weh, das Gesicht quasi "abzuschneiden". Irgendwie ist das ja schon komisch, denn so ein komplettes Bild wirkt einfach "vollständiger". 
Bei uns funktioniert das aber nur bedingt, denn in den wenigsten Fällen kann ich sagen, stell dich mal so oder so hin und schaffe es dann auch noch rechtzeitig abzudrücken, bevor das Köpfchen wieder in die andere Richtung schnellt ;). Mit viel Glück schaffe ich eine Aufnahme von der Seite, bei der man ihr Profil nicht oder nur wenig sieht.
Aber ich habe meinen Blog eben in erster Linie ins Leben gerufen, weil ich Euch meine genähten Werke zeigen mag, nicht mein Kind. Auch wenn es natürlich eine wichtige Rolle dabei spielt, denn sie muss es ja tragen und präsentiert es für mich. Mich zeige ich Euch gern im Ganzen. Aber es ist ja auch schließlich mein Blog und irgendwie bin ich ja das Gesicht dahinter. In erster Linie lese ich Nähblogs aber wegen der Nähwerke, der großen Inspiration, der Texte und Tipps. Und dabei liebe ich schöne Detailbilder von dem Genähten mindestens genauso gern, wie ein strahlendes (Kinder-)Lächeln.

Kinderkleidchen und Leggings von Tante Ema

 
Kinderkleidchen und Leggings von Tante Ema

Warum ich das jetzt alles schreibe? Am Wochenende sind hier wieder ein Mal ein paar Bilder entstanden, die ich sehr, sehr gern mag. Sie zeigen meine Maus, so wie sie ist. Kein aufgesetztes Lächeln, dafür sehr fröhlich, ehrlich, ein klein wenig verschmitzt und mit strahlenden Kinderaugen. Es sind Bilder, die ich am liebsten sofort und in groß auf Leinwand ziehen würde (kleine Anmerkung am Rande: Gerade haben wir die aktuellen Kitafotos bekommen, bei denen ich wieder sehr froh war, dass ich mich in den letzten Jahren immer mehr mit dem Fotografieren auseinander gesetzt habe. Da muss ich mir doch mal auf die Schulter klopfen ;)... Da hänge ich mir doch lieber die eigenen Bilder an die Wand).

Und wenn man dann die Bilder als stolze Mama so betrachtet, würde man sie ja doch gern am liebsten in die ganze Welt raus streuen. Tue ich aber nicht. Aus oben genannten Gründen.

Kinderkleidchen und Leggings von Tante Ema

Ihr müsst Euch also den Rest dazu denken und Euch am süßen Lachen von klein Käthe erfreuen. Das könnt ihr ja sehen. Ich weiß nicht, ob nur ich mir das jetzt nur einbilde, dass die Bilder aber auch trotz des "Angeschnittenen" einen guten Eindruck von ihr vermitteln. Ich kenne die Fotos ja schliesslich im Ganzen und habe sie demnach auch "vollständig" im Kopf, wenn ich die Blogbilder betrachte. Sei's drum, denn ich mag sie gern und hoffe ihr auch.

Die Maus trägt hier übrigens ihr neues Sommerkleid nach dem Schnitt "Kinderkleidchen" von Tante Ema*. Bis zur H&H war mir gar nicht bewusst, dass Tante Ema neben den wunderbaren Stoffen auch Schnittmuster umsetzt. Umso schöner fand ich es, als letztens eine Anfrage kam, ob ich denn Stoffe und Schnitte testen möchte. Die neue Kollektion Summerfeeling hat mich sofort überzeugt (wie so oft bei Tante Ema Stoffen) und ich habe mich sehr darüber gefreut. Das Paket war so liebevoll gepackt, dass mein Nähherz direkt loslegen wollte.

Kinderkleidchen und Leggings von Tante Ema
Kinderkleidchen und Leggings von Tante Ema

Das Kinderkleidchen ist ein wirklich süßer Schnitt, der schnell genäht ist und trotz der kurzen Textanleitung auch gut für Nähanfänger geeignet ist. Die kleinen Flügelärmelchen und die Raffung im vorderen Rockteil machen es wunderbar mädchenhaft. Genäht habe ich es aus dem Jersey "Sommerbrise" in einem wunderbar zarten Mintton, der aber auch noch in einer anderen Farbe erhältlich ist. Leider habe ich ihn bei Tante Ema nicht mehr gefunden, aber zum Beispiel hier bei Dawanda. Auch die Leggings sind ebenfalls nach einem Schnitt von Tante Ema. Ich finde die schönen Pünktchen aus der Serie passen perfekt dazu und runden das neue Sommeroutfit noch mal richtig ab.

Ich bin gespannt, was Ihr zu meinem heutigen Beitrag sagt und freue mich auf Eure Kommentare!

Liebe Grüße,
Katja 


Stoffe: Jersey Sommerbrise mint von Tante Ema (gibt es  noch bei Dawanda), Jersey Punktelinie mint
Schnitt: Kinderkleidchen und Leggings von Tante Ema
Verlinkt bei: Made4Girls, Dienstagsdinge, Kiddikram, Hot

* Schnitte und Stoffe wurden mir zur Verfügung gestellt. Die Meinung ist jedoch meine eigene.

Dienstag, 4. Juli 2017

Hochs und Tiefs und Seifenblasen

Zur Zeit erleben wir mit klein Käthe mal wieder eine sehr intensive Entwicklungsphase. Schon vor ein paar Wochen fiel mir auf, dass sie gerade wahnsinnig wissbegierig ist und viele, viele Fragen stellt (bei denen Mama oft adhoc so gar keine Antwort weiß…). Interessant ist vor allem, dass sie sich nicht mit einer Antwort zufrieden gibt, sondern nach kurzem überlegen meistens diese noch genauer hinterfragt. Ich finde, dass sie gerade sehr schlaue Fragen stellt. Fragen, auf die ich so gar nicht gekommen wäre. Es sind nicht mehr diese klassischen "Warum ist das so?"-Fragen, wenn Ihr wisst, was ich meine.

Sie beschäftigt sich dabei unheimlich viel mit dem Freundes- und Familienkreis, merkt sich ganz viele Sachen und macht sich Gedanken um Dinge, die ich immer wieder sehr faszinierend finde. Ein Freund von uns zum Beispiel arbeitet im Automobilbereich. Da hat sie uns letztens bis ins kleinste Detail ausgefragt, was er denn da so macht. Sehr lustig waren die Fragen, wie er die Hupe ins Lenkrad bekommt und ob er sich auch die Farben aussuchen kann, wenn er die Autos "anmalt". Ihr kleiner Kinderkopf geht natürlich davon aus, dass er das Auto von A bis Z allein zusammenbaut. Warum ist das eigentlich nicht so?


Julika Mini von Prülla aus Tupfenwiese von Tante Ema

Julika Mini von Prülla aus Tupfenwiese von Tante Ema

Erstmals kommen aber auch Themen auf, bei denen wir merken, dass sie unsicher ist und vor manchen Sachen Angst hat. Was passiert, wenn es plötzlich in unserem Haus brennt? Ein Feuerwehrmann kann ja nicht immer arbeiten - er muss ja auch mal Zeit für seine Familie haben und schlafen muss er auch.  Warum werden Menschen eigentlich krank oder sterben sogar? Und was passiert dann mit den Menschen? Fragen, bei denen ich manchmal selbst etwas schlucken muss und auch nicht weiß, ob meine Antworten die richtigen sind.

Gleichzeitig merke ich, wie sie immer selbständiger wird und sich öfter allein beschäftigt. Wenn ein anderes Kind zum Spielen da ist, ist Mama als Spielgefährte plötzlich abgeschrieben und das funktioniert nun auch über einen längeren Zeitraum. An manchen Tagen auf dem Spielplatz wird sich zwischendurch nur mal schnell ein Happen Brötchen abgeholt und weiter geht es. Allgemein sind die Nachmittage also um einiges entspannter geworden.

Auf der anderen Seite merke ich, wie sie mit den vielen Gefühlen, die plötzlich auf sie einprasseln, manchmal noch gar nicht umgehen kann. Sie erlebt die Zeit mit anderen jetzt als besonders intensiv und möchte mit ihren "Liebsten" am besten immer zusammen sein. Ist ein Tag besonders schön und aufregend, ist die Trauer über das Ende besonders groß. Dann wird elendig geweint, weil sie nicht möchte, dass es vorbei ist. Sie wird richtig wütend darüber und kann nicht verstehen, das sie nach Hause muss. Fünf Minuten später schläft sie vor purer Erschöpfung einfach ein. Glück und Trauer sind doch so nah beieinander.

Julika Mini von Prülla aus Tupfenwiese von Tante Ema
Julika Mini von Prülla aus Tupfenwiese von Tante Ema




Sinnbildlich passen da die heutigen Bilder sehr gut zu ihrer momentanen Stimmung. Seifenblasen! Immer wieder ein großer Spaß für meine Maus und etwas, mit dem sie sich ewig beschäftigen könnte. So schön, wie sie sind, so schnell platzen sie aber auch...

Als ich die Fotos gemacht habe, waren wir nachmittags unterwegs und haben die Sonne genossen. Mit den Seifenblasen in der Hand ging es auf den Spielplatz. Bereits beim Rausgehen wollte sie das Döschen öffnen und lospusten. "Lass uns noch warten, bis wir auf der Wiese sind.", waren meine Worte. Wohl aus der Erfahrung heraus... Sie gab mir recht und meinte noch, man müsse "gut aufpassen", damit man sie nicht versehentlich verschüttet. Kaum auf der Wiese angekommen, gab es kein Halten mehr und die Freude über die wunderschönen Seifenblasen war groß. Und ihr ahnt es natürlich: Keine fünf Minuten später, passierte es auch schon. Eine kleine Seifenblase platzte genau vor ihrer Nase, es kitzelte, sie lachte, schlug um sich und schwups - verteilte sich der komplette Inhalt auf der Wiese... Wie im Zeitraffer verfolgte ich das Bild. Wie oft habe ich das schon erlebt... Im nächsten Moment registrierte sie, was geschehen war und die Tränchen flossen nur so vor sich hin. Sekunden später war sie dann wütend auf Mama, weil sie nicht schnell genug war, um es abzufangen. Und auch weil Mama keine "Ersatzseifenblasen" eingepackt hatte... Man lernt nie aus!

Wahrscheinlich war sie aber vor allem wütend auf sich selbst, weil sie die wertvollen Seifenblasen in einer unachtsamen Sekunde ausgeschüttet hatte. Dabei hatte sie doch noch so viel vor!



Julika Mini von Prülla aus Tupfenwiese von Tante Ema

Julika Mini von Prülla aus Tupfenwiese von Tante Ema


Ein paar Minuten später war auch schon wieder alles vergessen. Sie entdeckte ein paar Gänseblümchen auf der Wiese, die ihr Ablenkung verschafften. Ein "großer Strauß" für Mama wurde gepflückt und freudig übergeben. An die Seifenblasen wurde keine Sekunde mehr gedacht und die Stimmung war wieder gut. Alles vergessen eben. Dann eben eine andere Beschäftigung. 

Hochs und Tiefs im Alltag. Wie im wahren Leben. Das ist gut und so muss es sein, denn nur so lernen die kleinen Mäuse damit umzugehen. Schön finde ich vor allem, wie schnell sie wieder positiv denken. Davon sollte ich mir wirklich eine Scheibe von abschneiden.

Julika Mini von Prülla aus Tupfenwiese von Tante Ema




Ihr seht hier übrigens unverkennbar den neuen Schnitt "Julika Mini" von Prülla. Nachdem bereits der Jumpsuit für die Damen so ein großer Erfolg war, gibt es ihn jetzt auch für die Kleinen. Die Möglichkeit den Schnitt als bequemen Zweiteiler zu nähen, hat mich sofort überzeugt. Gerade in den kleinen Grössen finde ich es doch unkomplizierter, wenn sie das Höschen schnell selber runterziehen können. Aussehen tut es aber wie ein klassischer Jumpsuit. Und die tollen Falten an der Hose haben es mir schon bei der Damenvariante angetan. Ich habe das Shirt übrigens eingefasst und einen überstehenden Streifen im Nacken mit einem Kam Snap versehen. Das finde ich im Moment für die Maus noch praktischer als ein Bindebändchen.

Und um meine Geschichte von den Seifenblasen noch abzurunden: Abends im Bett beim Revuepassieren des Tages, kam dann doch noch mal die Situation mit den Seifenblasen auf. Also doch nicht so schnell vergessen ;). Ich wurde nochmals darauf hingewiesen, dass ich beim nächsten Mal doch bitte "Ersaztseifenblasen" einpacken soll. Ich weiß doch schließlich, wie schnell die verkippt sind :D. Klar, Chefin! Mache ich beim nächsten Mal auf alle Fälle! Vorausdenken ist schließlich alles!!!

Liebste Grüße,
Katja


Stoffe: Jersey Tupfenwiese rot von
Tante Ema (keine Ahnung woher, gibt es aber noch bei Dawanda), Jersey Vichykaro von Alles für Selbermacher, elastische Paspel aus dem Nähstoffreich
Schnitt: Julika Mini von Prülla*
Verlinkt bei: Made4Girls, HoT, Dienstagsdinge, Kiddikram

*Der Schnitt wurden mir zum Probenähen zur Verfügung gestellt. Die Meinung ist jedoch meine eigene.

Dienstag, 27. Juni 2017

Von Einhornliebe und rosa Stoffen

Als hier letztens ein Paket von Tante Ema* eintrudelte, war ich total überrascht, was da noch drin lag: Ein rosa Stoff mit süßen kleinen Einhörnern. Ihr müsst Euch das bei uns immer so vorstellen: Wenn hier ein Paket ankommt - egal mit welchem Inhalt - will die Maus auspacken. Ich glaube sie ist jedes Mal in der Hoffnung, dass da was für sie drin ist. Erfahrungsgemäß wurde sie dabei meisten (vor allem bei Stofflieferungen) auch nicht enttäuscht ;).

Trägerkleid von Klimperklein aus Jersey Lieblingsfreunde von Tante Ema

Lieblingsfreunde von Tante Ema

Und da geht es ihr natürlich nicht um die Stoffe, sondern um die kleinen Aufmerksamkeiten wie Gummibärchen und Co. Diese werden meistens sofort erspäht und in Beschlag genommen - nichts da mit Nervennahrung für die Mama... Dieses Mal war das aber anders. Ich hörte nur ein großes "Ooooh Mama, schau mal!" und sah sie im nächsten Moment schon in der Küche mit einem rosa Umhang durch die Küche hüpfen :-). So sieht also ein glückliches Kind aus, wenn es sich mal so richtig über einen Stoff freut, würde ich sagen. Die Einhornliebe ist nun also auch bei uns angekommen.

Der Stoff heißt übrigens "Lieblingsfreunde"* und ist aus der Serie von "Finn liebt Annie". Da gibt es auch noch andere wunderbare Stoffe - natürlich auch mit Einhörnern. Ich glaube, beim Anblick dieser Stoffe werden wohl so einige Mädchenherzen höher schlagen.

Raglanshirt aus Jersey Lieblingsfreunde von Tante Ema mit Plotterfreebie Einhorn

Trägerkleid von Klimperklein aus Jersey Lieblingsfreunde von Tante Ema und Beinschmeicheleien von Rosarosa





Als ich sie fragte, was ich ihr aus dem Stoff nähen soll, kam die Antwort ziemlich prompt: Ein Nachthemd musste es werden. Den Wunsch hatte sie tatsächlich bereits das ein oder andere mal geäußert, wo doch bisher nur klassische Schlafanzüge in ihrem Schrank liegen. 

Ich habe also gar nicht lange überlegt, den Stoff in die Waschmaschine gesteckt, am selben Abend noch zugeschnitten und genäht. Als erstes ist ein "Nachthemd" nach dem Schnitt des Trägerkleid von Klimperklein entstanden. Den Schnitt habe ich in letzter Zeit öfter genäht und mag ihn wirklich sehr. Zu den vielen kleinen Einhörnern hat sich ein Aufbügler gesellt, der bereits lange auf Verwendung wartete. Dazu gab es eine Leggings nach dem Schnitt der Beinschmeicheleien, die ich auf Dreiviertellänge gekürzt habe.

Raglanshirt aus Jersey Lieblingsfreunde von Tante Ema mit Plotterfreebie Einhorn

Als die Maus ihr neues Schlafoutfit am nächsten Tag sah, war sie rundum glücklich und zufrieden und musste es natürlich sofort Probetragen. Und dann war es auch vollkommen um mich geschehen. Ihr wisst ja, dass ich eigentlich so gar nicht der große Rosafan bin, aber als sie dann so vor mir stand, war auch hin und weg. Ich muss ja zugeben, dass ihr die Farbe wirklich super steht :) und künftig nicht umhin kommen werde, ihr öfter mal was rosafarbenes zu nähen.

Und weil mich damit das rosa Einhornfieber dann auch wohl gepackt hat, habe ich ihr am selben Tag gleich noch einen kurzen Schlafanzug hinterher genäht. Das Raglanshirt nach dem Schnitt von Lenipepunkt ist schnell genäht und mein liebster Schlafischnitt. Mir kam auch gleich das Plotterfreebie Unicorn von Paul & Clara wieder in den Sinn, was ich vor geraumer Zeit mal gesehen hatte und es passte einfach perfekt dazu. Ich scheue mich ja immer wieder davor mehrfarbig zu Plotten, einfach weil es immer so lange dauert, aber hier hat sich der Aufwand mal wieder gelohnt.
Dann musste mir noch ein gemütlicher Hosenschnitt her, der mit Berry von Rosarosa schnell gefunden war. 

Und nun ratet mal, was hier in der Nacht jetzt dauergetragen wird? Keine Frage! Abwechselnd wird erst das Kleidchen angezogen und wenn das (dummerweise) in der Wäsche ist, wird der Schlafanzug rausgeholt.

Trägerkleid von Klimperklein aus Jersey Lieblingsfreunde von Tante Ema und Beinschmeicheleien von Rosarosa

Trägerkleid von Klimperklein aus Jersey Lieblingsfreunde von Tante Ema und Beinschmeicheleien von Rosarosa

Schon lange hat sich klein Käthe nicht mehr so über etwas Genähtes gefreut. Es ist doch immer wieder schön, wenn man Wunscherfüller sein kann. Und dann auch noch aus so einem Zufall heraus. Danke Tante Ema für diesen Stoff!

Liebe Grüße,
Katja

Stoffe: Lieblingsfreunde von Tante Ema*,  Unijerseys und Bündchen aus dem Nähstoffreich
Schnitt: Trägerkleid von Klimperklein, Raglan.kids von Lenipepunkt, Beinschmeicheleien von Rosarosa, Berry
von Rosarosa
Plott: Freebie Unicorn von Paul & Clara
Aufbügler: Einhorn von Stoff & Stil
Verlinkt bei: Made4Girls, HoT, Dienstagsdinge, Kiddikram

*Der Stoff wurden mir freundlicherweise von Tante Ema zur Verfügung gestellt. Die Meinung ist jedoch meine eigene.

Dienstag, 13. Juni 2017

Füßchenliebe

Wenn ich mich an einem nicht satt sehen kann beim Nähen, dann sind es wohl Paspeln. Die könnte ich ja immer und überall verarbeiten, wenn es irgendwie geht. Ich bin immer noch dankbar für die Erfahrung bei den Bernina Blogger Days, wo ich in aller Ausführlichkeit die verschiedensten Nähfüsschen ausprobieren konnte, unter anderem auch den Paspelfuß. Kaum war ich von dem Wochenende zurück habe ich mir damals gleich ein paar neue Nähfüsschen gegönnt: Natürlich einen Paspelfuß, zwei Kantennähfüßchen, einen Ruffler-Fuß (ein Füsschen für das einfache Nähen einer Rüsche) und einen Biesenfuß.

Lillian von Mariele aus Happy Flowers von Lila-Lotta

Lillian von Mariele aus Happy Flowers von Lila-Lotta

Lillian von Mariele aus Happy Flowers von Lila-Lotta

Während die ersten Füßchen von Beginn an regelmäßig genutzt und heiß geliebt werden, kam das Biesenfüßchen irgendwie nie zum Einsatz und geriet zugegeben auch irgendwann in Vergessenheit. Das Paspelfüßchen sowie der Kantennähfuß sind bei mir neben dem Standardfuß wohl die beiden am häufigsten zum Einsatz kommende Nähfüßchen. Ich habe ja vorher schon viel und oft Paspeln vernäht, mache es damit jetzt aber noch um einiges lieber, weil es mit diesem kleinen Füßchen so viel einfacher und schneller geht.

Manchmal kommen mir aber beim Schlafengehen genau solch vergessene Dinge wieder in den Kopf. Ich hatte eine Idee für ein neues Kleidchen und wollte es unbedingt mit Biesen nähen. Und so fiel mir auch wieder der Biesenfuß ein, der nun seit über einem Jahr ungenutzt in der Schublade lag. Ich habe mich schließlich gleich am nächsten Abend ans Werk gemacht und mit der Lillian auf einen altbewährten Kleiderschnitt zurückgegriffen. Die obere Unterteilung sollte dieses Mal ein paar Biesen bekommen und dafür kam dann auch endlich der Biesenfuß zum Einsatz.


Lillian von Mariele aus Happy Flowers von Lila-Lotta

So ein Biesenfuß hat kleine Rillen auf der Unterseite des Fußes. Es gibt verschiedene Füßchen mit drei, fünf, sieben und neun Rillen und verschiedene Stoffdicken. Die Rillen machen es möglich Biesen im akkuraten Abstand parallel laufend voneinander zu nähen. Genäht wird das Ganze mit einem dickeren Baumwollfaden und einer Zwillingsnadel. Der Baumwollfaden wird durch die Führung geführt und von unten in den Stoff eingenäht. Durch die Zwillingsnadel entsteht auf der Unterseite des Stoffes eine Zickzacknaht, die den Faden umschließt. So entstehen einfach und schnell wunderbar plastische und vor allem akkurat genäht Biesen.

Da ich weder Zeit noch Lust hatte das Schnittmuster auf die Biesen anzupassen, bin ich hier einfach wieder andersherum vorgegangen: Ich habe das Schnittteil vom Oberteil einfach grob ausgeschnitten, dann die Biesen genäht und anschließend richtig zugeschnitten. Das erspart mir die Mühe alles auszurechnen und auszumessen. Wenn man einen Schnitt öfter mit Biesen näht, lohnt sich die Arbeit aber sicherlich das Ganze korrekt auszurechnen. Ein schönes Tutorial wie man einen Schnitt auf Biesen anpasst, findet Ihr übrigens bei Rapantinchen.


Lillian von Mariele aus Happy Flowers von Lila-Lotta
Lillian von Mariele aus Happy Flowers von Lila-Lotta

Den Rest der Lillian nähe ich inzwischen ja schon fast im Schlaf. Die kleinen Flügelärmelchen habe ich mal wieder mit blauem Schrägband eingefasst und das Rockteil habe ich in Falten gelegt, anstatt es einzukräuseln. In die untere Unterteilung habe ich mit meinem Paspelfuß noch eine Paspel eingenäht, um das Blau des Schrägbandes noch mal aufzugreifen. Ich mag die Kombination von dem Dunkelblau, des hellen Jeansstoffes und des burgundy-farbenden Stoffs aus der Happy Flowers Kollektion von Lila-Lotta* total.

Die Biesen geben dem schlichten Kleid noch das gewisse Extra und sorgen für einen hübschen Hingucker. Da ich keinen dickeren Baumwollfaden hatte, habe ich meine Biesen übrigens mit einem Hutgummi genäht. Das Ganze würde ich allerdings nur bedingt empfehlen. Ich weiß nicht, ob es am Gummi oder dem leicht dehnbaren Jeansstoff lag, denn der Stoff neben den Biesen zieht sich leicht zusammen. Beim nächsten Mal werde ich das auf alle Fälle mit einer dünne Baumwollkordel testen, die ich bereits gekauft habe. Der Biesenfuß will ja schließlich noch mal zum Einsatz kommen.


Lillian von Mariele aus Happy Flowers von Lila-Lotta

Wie sieht es bei Euch aus? Nutzt Ihr auch so gern unterschiedliche Füßchen beim Nähen? Oder habt Ihr vielleicht sogar Interesse, dass ich Euch mal ein paar Füßchen vorstelle, die bei mir des Öfteren zum Einsatz kommen? Auch wenn es ja auch bei so gut wie allem ohne Spezialfüße geht, so finde ich doch, dass sie einem eine ganze Menge Arbeit abnehmen und vor allem die Ergebnisse oft um einiges akkurater werden.

Viele liebe Grüße,
Katja


Stoffe: Jeansstoff, Paspel und Schrägband von Stoff & Stil, Happy Flowers "Blätter" in burgundy von Lila-Lotta*, erhältlich bei Stoffhändlern mit Swafing-Sortiment
Schnitt: Lillian von Mariele
Verlinkt bei: HoT, Dienstagsdinge, Kiddikram

*Der Stoff wurden mir freundlicherweise von Lila-Lotta zur Verfügung gestellt. Die Meinung ist jedoch meine eigene.

Donnerstag, 8. Juni 2017

Kleiderliebe

Letztens meinte meine Schwiegermama zu mir, dass Frauen doch viel öfter Kleider tragen sollten. Ich weiß gar nicht genau, wie wir darauf gekommen sind. Ich glaube es war mal wieder nach dem klein Käthe stolz eins ihrer neuen Kleidchen präsentiert hat. Da freut sich die Oma nämlich immer ganz besonders und ist bei jedem Besuch gespannt, was dieses Mal Schönes genäht wurde.


Irenes Kleid von Lotte & Ludwig

Jedenfalls ist mir da mal wieder bewusst geworden, dass ich inzwischen fast täglich Kleider und Röcke trage. Das sieht man meinem Kleiderschrank inzwischen auch an. Natürlich ist mir zwischendurch auch mal nach Jeans und Shirt, aber meistens greife ich doch lieber zum Kleid - wenn es gemütlich sein soll gern zur Jersey- oder Sweatversion, aber liebend gern auch zu einem meiner Jeanskleider. Was ich im Sommer aber besonders gern mag sind Viskose oder Double Gauze. Die Stoffe tragen sich einfach wahnsinnig angenehm und sind schön leicht und luftig. Einen besonders schönen Fall hat Viskose, weshalb ich mir vorgenommen habe den Stoff öfter für mich zu vernähen.


Irenes Kleid von Lotte & Ludwig

Irenes Kleid von Lotte & Ludwig

Aber seien wir mal ehrlich - wer vernäht schon gern Viskose?! So toll wie es sich anfühlt, so groß ist auch die "Quälerei" beim Nähen. Jedesmal fluche ich erneut, wenn ich mich an ein neues Stück wage. Das geht schon beim Zuschnitt los - der Stoff rutscht nur so hin und her... Ich habe mal gelesen, dass man ihn beim Zuschneiden auf Teppich legen soll, dann klappt es wohl besser. Das ist bei mir a) aufgrund Parkettfußbodens und fehlendem Teppich nicht möglich und b) schneide ich so ziemlich alles mit dem Rollschneider. Also dauert bei der Zuschnitt dann schon allein seine Zeit und ich fluche vor mich hin. Beim Nähen geht das dann genauso weiter, denn der Stoff rutscht natürlich auch gern unter der Nadel hin und her. Manchmal frage ich mich, wie man da bitte akkurat die Nahtzugabe einhalten soll? Selbst das Versäubern wird ein kleiner Akt, wenn man nicht gerade zwei Lagen Stoff hat. Der Perfektionismus lässt natürlich grüßen... 


Irenes Kleid von Lotte & Ludwig

Irenes Kleid von Lotte & Ludwig

Aber was soll ich sagen? Gefluche hin oder her - ich erfreue mich dann so sehr über das Endergebnis, dass aller Ärger schnell vergessen ist. So war es auch beim heutigen Kleid.

Während ich meine erstes Irenes Kleid nach dem Schnitt von Lotte & Ludwig* genäht habe, wusste ich bereits, dass ich noch mindestens eine weitere Variante aus einem schönen weich fallenden Stoff nähen will. Ich hatte mir einen Batist ausgeguckt, den es nur leider gerade nicht auf Lager gab. Tagelang habe ich nach einer Alternative Ausschau gehalten und natürlich nichts vergleichbares gefunden. Und dann fiel mir durch Zufall dieser Viskose-Stoff in die Hände, der sich so schön anfühlte und ich war ansatzweise zufriedengestellt.


Irenes Kleid von Lotte & Ludwig

Und um noch mal auf meine Kleiderliebe zurück zu kommen: Dieses Kleid könnte ich tatsächlich gerade fast täglich tragen. Ich liebe es. Der Schnitt ist wie gemacht für so einen fließend fallenden Stoff und wirkt gleich ganz anders als hier. Und ich kann meiner Schwiegermutter nur zustimmen: Frauen sollten viel öfter Kleider tragen. Unterstreicht doch kein Kleidungsstück mehr die Weiblichkeit als dieses Kleidungsstück!

Den Stoff, den ich zuerst im Kopf hatte, habe ich mir übrigens trotzdem noch gegönnt, nachdem es ihn wieder gab. Und wenn es die Zeit zulässt, wird daraus hoffentlich auch noch eine Irene - oder zumindest ein Kleid ;).

Liebe Grüße,
Katja

Schnitt: "Irenes Kleid"* von Lotte & Ludwig
Stoff: Viskose aus Stoffhaus Berlin
Verlinkt bei: RUMS

*Der Schnitt wurde mir zum Probenähen zur Verfügung gestellt. Die Meinung ist jedoch meine eigene.